Gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein und dem Comedia Theater Köln haben wir am 23.03 und 24.03. das Forum Kreislaufwirtschaft und Klimabilanzierung ausgerichtet.
Im Rahmen des vom Deutschen Bühnenverein ausgerichteten zweitägigen Events haben am 23.03 Lisa-Sophie Kinne und Melinda Weidenmüller als Expertinnen aus dem Team der Green Culture Anlaufstelle zwei Workshops zu Kreislaufwirtschaft und Klimabilanzierung gegeben.
Außerdem gab es eine Keynote von Jacob Bilabel: “Vom Wissen zum Handeln” über Transformation, die Rolle der Klimabilanzierung mit der Message: Mit unfassbar freundlicher Penetranz einfach weitermachen!
Resilienz ist für uns ein Sprung nach vorne
Melinda Weidenmüller stellte in ihrem Workshop zur Klimabilanzierung die neue Version des KBK/ KBK+ CO2-Rechners vor und gab Raum für Erfahrungsaustausch zur praktischen Umsetzung. Hier wurden Bilanzierungsprofis und Anfänger:innen mit Neuerungen des CO2-Kulturstandards vertraut gemacht und haben sich über Tipps und Tricks ausgetauscht.
Lisa-Sophie Kinne legte im Workshop zu Kreislaufwirtschaft den Fokus auf Sichtbarmachung der Kompetenzen zu dem Thema unter den Teilnehmenden und vermittelte grundlegendes Verständnis vom Konzept Kreislaufwirtschaft mit Anwendungsbeispielen im Kulturbereich. Zudem ging es um die Entwicklung von Umsetzungsideen inklusive Gelingensbedingungen. Natürlich kam auch der Erfahrungsaustausch mit Teilnehmenden nicht zu kurz, hier kam der Wunsch nach einheitlichen, häuserübergreifenden Systemen auf, um besser zusammenarbeiten zu können.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Impulse vom Kulturdezernat der Stadt Leipzig und Kanzlei Unverzagt zur Umsetzung von Kreislaufwirtschaft in Kulturbetrieben und den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingen für Materialweitergabe. Beide Tage waren gut besucht, es waren über 30 Leitungspersonen und Nachhaltigkeitsengagierte aus Theater- und Orchesterbetrieben anwesend.
Wo bleibt die Transformation?
Jedoch zeigte sich bei bereits seit längerem engagierten Personen eine Frustration darüber, dass die Themen sich weiterhin so schwer strukturell im Bühnenkontext verankern lassen. Um damit umzugehen und trotzdem einfach weiterzumachen war der Dialog untereinander eine wertvolle Möglichkeit wieder neue Energie zu sammeln.
Außerdem wurde klar, dass es großen Bedarf an mehr Angeboten zu Argumentationstraining und Kommunikation mit Führungsebenen gibt. Auch mehr Lobbyarbeit von Verbänden für Nachhaltigkeitsrichtlinien in einzelnen Kultursparten ist nötig um den Wandel voranzutreiben.
Es war ein produktiver Austausch von Personen, die zum ersten Mal tiefer in das Thema eintauchen, und denjenigen, die in ihren Organisationen das Thema bereits engagiert vorantreiben – ein Tag voller wertvoller Impulse, um “vom Wissen zum Handeln” zu kommen.
Und danach?
Anschließend gab es in der Halle des Comediatheaters noch ein Netzwerktreffen der Community in NRW. Mehr Infos dazu finden Sie hier.









