Am 23. März kommen wir im Kölner COMEDIA Theater mit Menschen aus Kunst, Kultur, Medien, Kreativwirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft in unserem umfangreichen Netzwerk in Nordrhein-Westfalen zusammen.
Ziel des Treffens ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und aktuelle Entwicklungen aufzugreifen: Wo stehen die Beteiligten gerade? Welche Themen, Initiativen und Fragen bewegen das Feld der nachhaltigen Kulturarbeit in NRW?
Mit dabei sind Jacob Bilabel, Leiter der Green Culture Anlaufstelle, sowie Melinda Weidenmüller und Franziska Rieger aus dem Team Beratung und Vermittlung. In einem offenen Rahmen geht es um Austausch, gegenseitige Updates und darum, neue wie bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen und miteinander zu verbinden.
Dabei wollen wir die Fragen stellen und diskutieren, die auch beim Green Culture Festival im Juni im Mittelpunkt stehen werden: „Was kommt, was bleibt, was geht?“ Sprich, welche neuen oder geplanten Initiativen und Projekte sind besonders zukunftweisend (Innovation), welche haben sich bewährt und sollten deshalb auch unter neuen und zunehmend erschwerten Bedingungen fortgeführt werden (Resilienz) und wovon müssen wir uns vielleicht verabschieden, weil es nicht mehr tragfähig ist (Exnovation).
NRW als Motor nachhaltiger Kulturentwicklung
Dabei ist Nordrhein-Westfalen ein besonders dynamischer Standort für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Medien. Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Weiterbildung „Transformationsmanager:in Nachhaltige Kultur“, die von der Thema1 GmbH in Kooperation mit dem Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien und der Industrie- und Handelskammer Köln entwickelt wurde und IHK-zertifiziert ist.
Bisher haben über 500 Teilnehmer:innen die Weiterbildung absolviert. Rund 80 „Transformerys“ haben sich im Rahmen mehrerer Weiterbildungsrunden qualifiziert, die 2024 und 2025 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurden.

Das unterstreicht die hohe Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Landespolitik. Diese hob Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, erst kürzlich in den von der Kulturpolitischen Gesellschaft herausgegebenen Kulturpolitischen Mitteilungen unter dem Titel „Nachhaltigkeit als Fundament“ nochmals hervor:
„Spätestens mit der drastischen Verteuerung von Energie musste auch dem Letzten klar werden, dass wir mit den Ressourcen auf diesem Planeten sparsamer umgehen müssen. Tatsächlich wurde die ökologische Nachhaltigkeit schlagartig auch zu einer wirtschaftlichen, einer finanziellen Frage. Also: Können wir es uns überhaupt noch leisten, Strom und Wärme nicht ökologisch zu erzeugen?
Die NRW-Runden haben ein landesweites Netzwerk von Expert:innen entstehen lassen, die voneinander lernen und konkrete Lösungen für einen ressourcenschonenden Kulturbetrieb entwickeln.
Köln hoch 3: Transformation auf kommunaler Ebene
Bereits zuvor wurde mit dem Projekt „Köln hoch 3 – Kultur weiterbilden, bilanzieren, transformieren“ ein wichtiger Impuls in der Domstadt gesetzt. Das Projekt startete im September 2023 und wurde von der Stadt Köln gefördert. Mit 19 qualifizierten Mitarbeitenden aus Kölner Kulturinstitutionen – von großen städtischen Häusern bis zur freien Szene – zu Transformationsmanager:innen Nachhaltige Kultur. Ergänzend wurden neun Klimabilanzen für beteiligte Einrichtungen erstellt.
An dem Projekt beteiligt waren unter anderem: Bootshaus, Bühnen Köln, COMEDIA Theater, Filmhaus, Historisches Archiv, Internationale Photoszene, Kölnisches Stadtmuseum, Kölner Philharmonie, Museum Ludwig, NS-Dokumentationszentrum, Sommerblutfestival, Stadtgarten, Stadtbibliothek sowie weitere Einrichtungen.
Die zweite Runde von Köln hoch 3 lief von November 2024 bis Februar 2025 und wurde gestaltet mit: Bühnen der Stadt Köln, Gürzenich Orchester, Kulturdezernat Planungsreferat, Stadtbibliothek, Bürgerhaus Kalk, KölnTourismus, SK Stiftung Kultur, Urania Theater, MOUVOIR e. V., Theaterakademie Köln, Ensemble Musikfabrik, Freies Werkstatt Theater Köln e.V., Temporary Gallery, creative.nrw.
Auch beim Green Culture Festival wieder dabei
Die Transformationsmanager:innen aus NRW sind Teil eines wachsenden bundesweiten Netzwerks von Akteur:innen, die die ökologische Transformation im Kulturbereich aktiv vorantreiben. Viele von ihnen sind eng mit der Arbeit der Green Culture Anlaufstelle verbunden, nicht zuletzt, weil Steffen Krause und Katia Münstermann aus dem Team der Anlaufstelle die Weiterbildung ebenfalls absolviert haben. Entsprechend werden die „Transformerys“ auch auf dem Green Culture Festival 2026 wieder vertreten sein. Bereits im vergangenen Jahr war der Transformery-Stammtisch einer der bestbesuchten auf dem Festival.
Wir freuen uns sehr, auf dem Netzwerktreffen in Köln bekannte und neue Gesichter zu sehen und uns mit Transformerys und vielen weiteren Akteur:innen in NRW und darüber hinaus auszutauschen.
Für wen?
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen aus Kunst und Kultur sowie Partner:innen und Interessierte aus Politik, Medien, Kreativbranche, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Wir freuen uns auf unsere Freund:innen aus Köln und NRW.
Eckdaten
Wann: ab 18:00 Uhr am 23. März 2026
Wo: Köln, Comedia Theater (Halle), Vondelstr. 4–8, 50677 Köln
Die Eingänge ins Theater und zur Gastronomie sind stufenlos erreichbar.



