Zwischen Bürokratieabbau und Mangelwirtschaft: Kultur im Gespräch
Kurzbeschreibung
Für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung ist die Kultur zentral. Reformen scheitern oft in erster Linie an Mentalitäten, an einer Misstrauens- statt Vertrauenskultur. Es braucht eine Vertrauenskultur, eine Fehlerkultur und eine Bürgerkultur im Sinne eines an Bürger:innen orientierten Handelns.
Beschreibung
Für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung ist die Kultur zentral. Reformen scheitern oft in erster Linie an Mentalitäten, an einer Misstrauens- statt einer Vertrauenskultur. Ein handlungsfähiger Staat braucht darum eine Vertrauenskultur, eine Fehlerkultur und eine Bürgerkultur im Sinne eines an Bürger:innen orientierten Handelns.
Es werden 4 Thesen diskutiert:
1) Die Kultur ist für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung von zentraler Bedeutung, denn Staatsmodernisierung ist nicht nur ein Organisations‑, ein Digital- und ein Einsparungsprojekt, sondern – wenn sie ernstgemeint ist – auch ein kulturelles Projekt.
2) Kultur ist zentraler Teil staatlicher Handlungsfähigkeit und staatlicher Infrastruktur, denn als kultureller Akteur bewegt sich der Staat in einem Spannungsfeld zwischen seiner Pflicht, die die Kunstfreiheit zu schützen, und der allgemeinen Erwartung, selbst einen kulturellen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.
3) Kultur ist ein Schlüssel zu gesellschaftlicher Transformation, denn Kultur und ihre Räume ermöglichen Vertrauensbildung, Verhaltensänderung, Erlernen kultureller Akzeptanz sowie Tolerierung kultureller Vielfalt.
4) Kultur hat im Staatsmodernisierungs- und Transformationsprozess eine eigene Verantwortung, denn wer öffentliches Geld in Anspruch nimmt, muss sich den Fragen stellen: Wird dieses Geld effizient und vor allem wirksam ausgegeben?
An wen richten sich die Kulturangebote und versuchen sie möglichst viele Teile der Bevölkerung zu erreichen?
Panel
Martin Klingst
Geschäftsführer Netzwerk #Handlungsfähige Kommunen

