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Festivalprogramm: Schwerpunkte und Highlights

21. April 2026

Ein biss­chen spie­len wir noch Tetris.

Aber frei nach Nor­bert Blüm kön­nen wir jetzt schon sagen: Die meis­ten Pro­gramm­punk­te des Green Cul­tu­re Fes­ti­vals 2026 sind sicher.

Und das in einer Zeit, in der sich die Fra­gen nach Zukunfts­fä­hig­keit, Resi­li­enz und gesell­schaft­li­chem Zusam­men­halt dring­li­cher stel­len denn je. Poly­kri­sen, Kli­ma­wan­del, geo­po­li­ti­sche Ver­wer­fun­gen: All das bil­det den Hin­ter­grund, vor dem auch Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen und Kul­tur­po­li­tik neue Rol­len fin­den müs­sen.

Wir freu­en uns, Ihnen Pro­gramm­schwer­punk­te und ers­te Schlag­lich­ter prä­sen­tie­ren zu kön­nen.

Exnovation & Resilienz

Ist das noch zukunfts­fä­hig oder kann das weg?

Exno­va­ti­on und Resi­li­enz sind oft schmerz­haf­te The­men, denen wir – nicht zuletzt aus aktu­el­lem Anlass – auf dem Fes­ti­val viel Raum geben.

Im Panel „Vom kon­struk­ti­ven Los­las­sen. Von Exno­va­ti­on bis Trau­er­ar­beit“ spre­chen u.a. der Bestat­ter, Pod­cas­ter und Best­sel­ler-Autor Eric Wre­de und der Regis­seur Micha­el Schwarz („Der Tod ist ein Arsch­loch“) über Exno­va­ti­on als Los­las­sen alter Nar­ra­ti­ve und Trau­er als Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess.

Anni­ka Fri­cke vom Karls­ru­her Trans­for­ma­ti­ons­zen­trum für Nach­hal­tig­keit und Kul­tur­wan­del am Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie fragt, wie man sich am bes­ten auf das Los­las­sen ein­lässt. Die Künst­le­rin Sidi­ka Kor­des lädt dazu ein, Visua­li­sie­run­gen als wir­kungs­vol­les Mit­tel der Trans­for­ma­ti­ons­be­wäl­ti­gung zu nut­zen, und die Karls­ru­he Mar­ke­ting und Event GmbH rich­tet einen Work­shop zur resi­li­en­ten Ver­an­stal­tung der Zukunft aus.

Und natür­lich haben auch die Absolvent:innen der IHK-zer­ti­fi­zier­ten Wei­ter­bil­dung “Transformationsmanager:in Nachal­ti­ge Kul­tur” Gele­gen­heit, sich aus­führ­lich zu die­sen und wei­te­ren The­men aus­zu­tau­schen, z.B. beim Trans­for­me­ry-Stamm­tisch und in einem Work­shop von kul­tur-kli­ma.

Politik & Internationales

Die Kli­ma­kri­se ist eine glo­ba­le Kri­se. Des­halb schau­en wir bei die­sem Fes­ti­val ein­mal mehr über den Tel­ler­rand, sprich über die deut­schen Gren­zen hin­aus.

Frie­de­ri­ke Kamm von der Deut­schen UNESCO-Kom­mis­si­on erör­tert gemein­sam mit Teil­neh­men­den die Fra­ge nach der Rol­le der Kul­tur in der zukünf­ti­gen UN-Nach­hal­tig­keits­agen­da und gibt einen Über­blick über den aktu­el­len Stand bei der Umset­zung der Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals.

Kirs­ten Mül­ler von der Hein­rich-Böll-Stif­tung Schles­wig-Hol­stein erklärt, wel­che Impul­se Kul­tur und Krea­tiv­wirt­schaft für kom­mu­na­le Kreis­lauf­wirt­schafts­pro­jek­te geben kön­nen, und stellt in die­sem Zusam­men­hang das Pro­jekt Crea­ti­ve Cir­cu­lar Cities vor, an dem meh­re­re Städ­te in Ost­eu­ro­pa und Skan­di­na­vi­en betei­ligt waren.

Bar­ba­ra Neund­lin­ger (Öster­rei­chi­sche Bun­des­thea­ter Hol­ding / Burg­thea­ter Wien) stellt das Netz­werk NÖTIG – Nach­hal­ti­ge Öster­rei­chi­sche Thea­ter- und Opern­schaf­fen­de in Gemein­schaft vor. Lau­ra Giudi­ci und Ste­fa­nie Gün­ther Pizar­ro von Vert le Futur – Alli­anz nach­hal­ti­ge Kul­tur geben Ein­bli­cke in Nach­hal­tig­keits­in­itia­ti­ven und ‑pro­jek­te in der Schweiz, und ein Panel beleuch­tet die Situa­ti­on in Ost- und Mit­tel­eu­ro­pa.

Ein wei­te­res Panel, u. a. mit Mał­gorza­ta Ław­rows­ka-von Thad­den (OBMIN) rich­tet den Blick auf die Ent­wick­lun­gen in der Ukrai­ne und die Fra­ge, wel­che Rol­le Kul­tur für die Resi­li­enz von Gesell­schaf­ten in aku­ten Kri­sen wie etwa Krie­gen spie­len kann.

Außer­dem wer­den Stu­die­ren­de der Cen­tral Euro­pean Uni­ver­si­ty in Wien ihre nach­hal­tig­keits­be­zo­ge­nen Pro­jek­te auf unse­rem Son­nen­deck vor­stel­len.

Klimafolgenanpassung und Readiness

Der Kli­ma­wan­del war­tet nicht, bis wir end­lich so weit sind.

Des­halb spielt die Anpas­sung an bereits spür­ba­re und kom­men­de Fol­gen auf dem Fes­ti­val eine zen­tra­le Rol­le.

Dr. Sebas­ti­an Brün­ger von der Kul­tur­stif­tung des Bun­des und Vera Engel­mann vom Zen­trum Kli­ma­an­pas­sung /  adel­phi con­sult beleuch­ten Schnitt­stel­len und Syn­er­gien zwi­schen Kul­tur und kom­mu­na­ler Kli­ma­an­pas­sung.

Ste­fa­nie Dowi­dat von der Lan­des­stel­le für Muse­en Baden-Würt­tem­berg und Vera Engel­mann spre­chen zudem über das gemein­sam mit dem Fraun­ho­fer Insti­tut für Bau­phy­sik IPB initi­ier­te Pilot­pro­jekt „Fit für die Zukunft! Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung in Muse­en“ und den dar­aus her­vor­ge­gan­ge­nen Leit­fa­den.

Auf dem Panel zum The­ma „Rea­di­ness“ wird der Bogen noch wei­ter gespannt: Die Autorin Mir­na Funk, der Reser­ve­of­fi­zier und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­exper­ten Chris­ti­an Gum­mig (Deutsch­land macht Alarm), Shahab San­ge­stan (Lan­des­stel­le für Muse­en Baden-Würt­tem­berg) und Mode­ra­tor Tobi­as Rapp (DER SPIEGEL) und spre­chen dar­über, wie sich Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen in Zei­ten der Poly­kri­se auf das Schlimms­te vor­be­rei­ten kön­nen.

Kreislaufwirtschaft

Cir­cu­la­ri­ty ist das Gebot der Stun­de. Beweis: die Viel­zahl der Bei­trä­ge auf dem #gcf26.

Unter ande­rem mit dabei: Anna Haas vom Netz­werk Nach­hal­ti­ge Kul­tur Karls­ru­he, das mit bereits 12 Insti­tu­tio­nen und wei­te­ren poten­zi­el­len Akteur:innen ein regio­na­les Pro­jekt zu Mate­ri­al­kreis­läu­fen initi­iert.

Peter Schein­kö­nig von der Staats­ga­le­rie Stutt­gart wird über Best Prac­ti­ces spre­chen, Andrea Hen­sel (Dezer­nat Kul­tur der Stadt Leip­zig) und Sophia Kon­tos (Amt für Kul­tur und Denk­mal­schutz Dres­den) stel­len eta­blier­te Mate­ri­al­kreis­läu­fe in Leip­zig und Dres­den vor.

Zudem gibt es einen gro­ßen Work­shop zum The­ma “Kreis­lauf­wirt­schaft United” mit Luc­ca Ali­na Mein­ke (NRW KUL­TUR­se­kre­ta­ri­at), Karen Mey­er (Stif­tung Hum­boldt Forum im Ber­li­ner Schloss), Caro­li­ne Mar­kie­wicz (Muse­um für Kunst und Gewer­be Ham­burg), Han­nah Korit­ko (Muse­umLoop), Aure­lia Weritz (Staat­li­che Kunst­samm­lun­gen Dres­den) u. a.

Energieeffizienz

Alles ande­re als ein Wohl­fühl­the­ma und heu­te so aktu­ell wie nie zuvor.

Wie Thea­ter und Sozio­kul­tur damit umge­hen, zei­gen Dani­el Gei­ger vom TOLLHAUS Karls­ru­he und Chris­ti­an Corth vom Kul­tur- und Frei­zeit­zen­trum Mar­burg.

Deutsch­lands ers­ter und bis­her ein­zi­ger Thea­ter­en­er­gie­ef­fi­zi­enz-inge­nieur Juli­an Fir­ges vom Staats­thea­ter Kas­sel teilt sei­ne Erfah­run­gen und gibt Ein­bli­cke in Chan­cen und Mög­lich­kei­ten für Thea­ter und ande­re Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen, mit den stark gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten umzu­ge­hen.

Kulturverwaltung

Kann eine Kul­tur­ver­wal­tung nach­hal­tig, divers und lern­fä­hig wer­den?

Ali­s­sa Krusch sagt ja und gibt in einem inter­ak­ti­ven Work­shop Ein­bli­cke in den umfas­sen­den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess des Kul­tur­fo­rums Wit­ten.

Wei­te­re Bei­trä­ge zur Rol­le der Ver­wal­tung in der öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­on und Inno­va­ti­on kom­men von Lina-Marie Huber aus Bre­men, Andrea Hen­sel vom Refe­rat Stra­te­gi­sche Kul­tur­po­li­tik der Stadt Leip­zig sowie Sophia Kon­tos vom Amt für Kul­tur und Denk­mal­schutz Lan­des­haupt­stadt Dres­den.

Wei­ter­hin wer­de Mar­tin Klingst, Geschäfts­füh­rer der Initia­ti­ve für einen hand­lungs­fä­hi­gen Staat an der Her­tie School in Ber­lin, und wei­te­re Gäs­te dar­über dis­ku­tie­ren, wie Kom­mu­nen hand­lungs­fä­hi­ger wer­den kön­nen.

Medien & Nachhaltigkeitskommunikation

Ist Nach­hal­tig­keit als Medi­en­the­ma durch? Mit­nich­ten.

Das zei­gen Cari­na Frey und Rai­ner Kur­le­mann vom Jour­na­lis­ten­kol­lek­tiv Riff­Re­por­ter mit ihrem Bür­ger­dia­log-For­mat Unter­h­aus­de­bat­te, das sie bereits viel­fach in ganz Deutsch­land durch­ge­führt haben. Ihre Erfah­rung zeigt: Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit beschäf­ti­gen die Men­schen noch immer. Umso wich­ti­ger ist es, in die Gesell­schaft hin­ein­zu­hor­chen und Posi­tio­nen sowie Mei­nun­gen reflek­tiert und dif­fe­ren­ziert medi­al zu spie­geln.

Auch Kat­ja Mor­gen­tha­ler vom atmo Maga­zin und Mara Gerst­ner von Schrö­din­ger & Kat­ze wid­men sich der Fra­ge, wie Nach­hal­tig­keits­the­men heu­te in den Medi­en – aber auch inner­halb des eige­nen Wir­kungs­rah­mens von Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen – wirk­sam kom­mu­ni­ziert wer­den kön­nen.

Weitere Themen

Dane­ben wird es auch auf die­sem Fes­ti­val wie­der Bei­trä­ge zum Hand­ab­druck der Kul­tur geben, also der Fra­ge, wie Kul­tur über die Reduk­ti­on des eige­nen Fuß­ab­drucks hin­aus in die Gesell­schaft hin­ein­wir­ken kann, um Trans­for­ma­ti­on zu ermög­li­chen und vor­an­zu­brin­gen.

Ande­re Bei­trä­ge wer­den sich wei­te­ren Kern­the­men der öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­ti­on im Kul­tur­be­reich, wie etwa Publi­kums­mo­bi­li­tät, Kli­ma­bi­lan­zie­rung- und Zer­ti­fi­zie­rung sowie dem Kom­plex Kul­tur & Natur wid­men. Die Fra­ge, wel­che Rol­le Nach­hal­tig­keits­the­men in der Hoch­schul­bil­dung für Kunst und Kul­tur­be­ru­fe spie­len, wird von Michae­la Schorpp von der Hoch­schu­le für Musik Karls­ru­he dis­ku­tiert.

Rahmenprogramm

Das Rah­men­pro­gramm wird auch in die­sem Jahr wie­der von der Mode­ra­to­rin und Trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ge­rin Mona Rie­ken mode­riert.

Hier wer­den die Trans­for­ma­ti­ons­psy­cho­lo­gin Dr. Iri­na Nalis, Vertreter:innen der Lan­des­po­li­tik in Baden-Würt­tem­berg und natür­lich Jacob Bila­bel, Lei­ter der Green Cul­tu­re Anlauf­stel­le, inhalt­li­che Impul­se set­zen.

Das sind nur eini­ge Ein­bli­cke und aus­ge­wähl­te Schlag­lich­ter des aus über 60 Bei­trä­gen von etwa 100 Bei­tra­gen­den bestehen­den Fes­ti­val­pro­gramms. Eine vor­läu­fi­ge Lis­te der auf dem Fes­ti­val ver­tre­te­nen Insti­tu­tio­nen und Orga­ni­sa­tio­nen fin­den Sie unten.

Das voll­stän­di­ge Pro­gramm wird am 7. Mai online sein.

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