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Dialoge: Austausch zur Nachhaltigkeit mit der documenta in Kassel

27. Januar 2026

Im Rah­men unse­res For­mats „Dia­lo­ge“ waren wir am 21. Janu­ar 2026 zu Gast bei der docu­men­ta in Kas­sel. In einem offe­nen und ver­trau­ens­vol­len Gespräch tausch­ten wir uns über lau­fen­de Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten, bestehen­de Her­aus­for­de­run­gen und mög­li­che nächs­te Schrit­te aus. Im Mit­tel­punkt stand der gemein­sa­me Blick auf Pro­zes­se, Erfah­run­gen und Per­spek­ti­ven.

Die docu­men­ta zählt zu den welt­weit bedeu­tends­ten Aus­stel­lun­gen für zeit­ge­nös­si­sche Kunst. Seit 1955 fin­det sie alle fünf Jah­re in Kas­sel statt und bringt inter­na­tio­na­le künst­le­ri­sche Posi­tio­nen, gesell­schaft­li­che Debat­ten und neue Per­spek­ti­ven zusam­men. Als Insti­tu­ti­on wirkt die docu­men­ta weit über die Aus­stel­lungs­zeit hin­aus in die Stadt­ge­sell­schaft, in inter­na­tio­na­le Dis­kur­se und in aktu­el­le Fra­gen von Ver­ant­wor­tung, Teil­ha­be und Zukunfts­ge­stal­tung hin­ein. Mit jeder Aus­ga­be wird sie neu gedacht und orga­ni­siert. Bei die­sem Pro­zess gewin­nen auch Fra­gen von Nach­hal­tig­keit, Res­sour­cen­nut­zung und insti­tu­tio­nel­lem Ler­nen zuneh­mend an Bedeu­tung.

Für die Green Cul­tu­re Anlauf­stel­le nah­men Jacob Bila­belStel­la Coers­mei­er und Melin­da Wei­den­mül­ler teil. Sei­tens der docu­men­ta waren Prof. Dr. Andre­as Hoff­mann, Geschäfts­füh­rer der docu­men­ta und des Muse­um Fri­de­ri­cia­num gGmbHDr. Robert Peper, Abtei­lungs­lei­ter Orga­ni­sa­tio­na­les Ler­nen, Nach­hal­tig­keit, Bar­rie­re­frei­heit und Anti­dis­kri­mi­nie­rung, Mar­tin Fok­ken, Lei­ter der Abtei­lung Pro­duk­ti­on und Tech­nik, sowie Laris­sa Hüt­tenhein, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin der Abtei­lung Pro­duk­ti­on und Tech­nik, betei­ligt. Die Atmo­sphä­re war geprägt von Offen­heit, gegen­sei­ti­gem Inter­es­se und dem Wunsch, von­ein­an­der zu ler­nen.

Deut­lich wur­de, dass Nach­hal­tig­keit bei der docu­men­ta kein neu­es The­ma ist. Bereits bei der docu­men­ta fif­teen wur­den zahl­rei­che Ansät­ze erprobt, etwa im Bereich von Mate­ri­al­kreis­läu­fen, Wie­der­ver­wen­dung und Befra­gun­gen des Publi­kums zu Nach­hal­tig­keit. Aktu­ell wer­den die­se Erfah­run­gen geprüft, wei­ter­ent­wi­ckelt und als Grund­la­ge für kom­men­de Aus­ga­ben genutzt. 

Die docu­men­ta als “ein- und aus­at­men­de Insti­tu­ti­on” – Prof. Dr. Andre­as Hoff­mann

Beson­ders prä­gend war das Bild der docu­men­ta als „ein- und aus­at­men­de Insti­tu­ti­on“, das Geschäfts­füh­rer Andre­as Hoff­mann beschrieb. In den Jah­ren zwi­schen den Aus­stel­lun­gen wächst die Orga­ni­sa­ti­on stark an und fährt danach wie­der her­un­ter. Genau in die­sem Rhyth­mus wer­den auch Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien immer wie­der über­prüft, ange­passt und neu defi­niert.

Die­ser bewuss­te, zykli­sche Pro­zess spie­gelt sich auch im Leit­the­ma des Green Cul­tu­re Fes­ti­vals 2026 „Durch­at­men. Was kommt, was bleibt, was geht?“ wie­der. Das Fes­ti­val lädt dazu ein, bewusst inne­zu­hal­ten, kurz Luft zu holen und eine kla­re Bestands­auf­nah­me vor­zu­neh­men. So kön­nen wir gemein­sam erkun­den, wel­che Ideen und Struk­tu­ren wir wei­ter­tra­gen, wel­che wir stär­ken und was wir viel­leicht hin­ter uns las­sen – kurz: wie Kul­tur zwi­schen Inno­va­ti­on, Resi­li­enz und Exno­va­ti­on zukunfts­fä­hig gestal­tet wer­den kann.

„Zie­le geben die Rich­tung vor, Maß­nah­men brin­gen Ver­än­de­rung. Ent­schei­dend ist, mit den vor­han­de­nen Mit­teln das best­mög­li­che Ergeb­nis zu erzie­len und Nach­hal­tig­keit kon­se­quent mit­zu­den­ken.” – Jacob Bila­bel, Lei­ter der Green Cul­tu­re Anlauf­stel­le

Der Dia­log mach­te deut­lich, wie wert­voll sol­che geschütz­ten Räu­me für Aus­tausch und Refle­xi­on sind. Er zeig­te zugleich, wie eng Nach­hal­tig­keit mit orga­ni­sa­to­ri­schen Zyklen, Res­sour­cen­fra­gen und insti­tu­tio­nel­lem Ler­nen ver­knüpft ist. Das Bild des Ein- und Aus­at­mens passt damit nicht nur zur Arbeits­wei­se der docu­men­ta, son­dern auch zu unse­rem Fes­ti­val-Leit­the­ma „Durch­at­men. Was kommt, was bleibt, was geht?“.

Der Aus­tausch ist nicht abge­schlos­sen. Aktu­ell prü­fen wir gemein­sam mög­li­che Anschluss­for­ma­te, unter ande­rem ein Sound­ing­Board zu (Kunst-)Großveranstaltungen, das vor­aus­sicht­lich im April statt­fin­den wird. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu ver­öf­fent­li­chen wir zu gege­be­ner Zeit auf unse­rer Web­site und über unse­re Social-Media-Kanä­le. Wer früh­zei­tig infor­miert sein möch­te, abon­niert am bes­ten unse­ren News­let­ter.

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