Green Culture Festival am 09. & 10. Juni 2026 – Unser Leitthema: Durchatmen. Was kommt, was bleibt, was geht? Kultur zwischen Innovation, Resilienz und Exnovation – OPEN CALL ist jetzt offen
Green Culture Festival am 09. & 10. Juni 2026 – Unser Leitthema: Durchatmen. Was kommt, was bleibt, was geht? Kultur zwischen Innovation, Resilienz und Exnovation – OPEN CALL ist jetzt offen
Ab sofort stehen die neue Version 1.1. des CO₂-Kulturstandards inklusive aktualisierter Anleitung und CO2-Kulturrechner 2026 online zur Verfügung. Begleitend dazu wurde auch das Tool Zeitreihenvergleich angepasst. Damit wurde die Grundlage zur Bilanzierung von Treibhausgasen im Kulturbereich weiterentwickelt.
Am 17. März 2026 um 14.00 Uhr lädt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) für ein Webinar „CO2-Kulturstandard – Vorstellung der Version 1.1.“ ein. Mit dem baden-württembergischen Kulturstaatssekretär Arne Braun zusammen mit Jacob Bilabel, dem Leiter der Green Culture Anlaufstelle, sowie Tessa Kazmeier, Referentin Green Culture beim MWK und Georg Smolka, dem Entwickler des CO2-Kulturrechners von KlimAktiv wird dort erstmalig der bundeseinheitliche CO2-Kulturstandard und CO2-Kulturrechner 2026 in der Version 1.1 vorgestellt.
2025 wurde der Standard in einem breiten Beteiligungsverfahren unter Einbindung der Kulturdachverbände geprüft und aktualisiert. Der weiterentwickelte Standard in der Version 1.1. wird von Bund, Ländern und Kommunalen Spitzenverbänden empfohlen. Der CO2-Kulturrechner 2026 kann ab sofort zur Bilanzierung des Jahres 2025 genutzt werden. Alle Informationen und Download finden Sie auch auf der Wissensseite der Green Culture Anlaufstelle.
Ziel war es, den CO2-Kulturstandard mithilfe der Rückmeldungen der Kultureinrichtungen und unter Einbeziehung von Expert:innen bundesweiter Kulturverbände sowie Organisationen und Einrichtungen mit hoher Expertise im Nachhaltigkeitsbereich bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
Die Version 1.1 erhöht vor allem die Detailtiefe der Datenerfassung, unter anderem in den Bereichen Mobilität, Stromverbrauch und relevante Stoffströme, ohne die bestehende Struktur zu verändern. Weitere Informationen zu den Änderungen sind Über den CO2ƒ‑Kulturstandard zu entnehmen. Die bewährte Gliederung in KlimaBilanzKultur (KBK), KlimaBilanzKultur+ (KBK+) und Beyond Carbon bleibt erhalten. Damit wird die Vergleichbarkeit der Bilanzen gesichert und zugleich eine genauere Analyse zentraler Emissionsquellen ermöglicht. Der weiterentwickelte Standard ist konform zum Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard und orientiert sich damit am weltweit anerkannten Rahmen für die Treibhausgasbilanzierung von Organisationen.
Der CO₂-Kulturrechner setzt den Standard in ein kostenfreies, niedrigschwelliges Instrument um. Er befähigt Kultureinrichtungen, eine Treibhausgasbilanz zu erstellen, ohne zuvor grundlegende methodische Fragen klären oder eigene Emissionsfaktoren recherchieren zu müssen. Ab 2026 werden im Rechner jährlich – soweit verfügbar – Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes verwendet, wodurch eine hohe bundesweite Konsistenz und Vergleichbarkeit weiter gestärkt wird. Die erhobenen Daten verbleiben bei den nutzenden Einrichtungen.
Webinar „CO2-Kulturstandard – Vorstellung der Version 1.1.”
Am 17. März 2026 um 14.00 Uhr veranstaltet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ein Webinar mit dem Titel „CO₂-Kulturstandard – Vorstellung der Version 1.1“. Die Online-Veranstaltung richtet sich an Vertreter:innen aus Kunst, Kultur und Verwaltung, die sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich des CO2-Kulturstandards informieren möchten.
Zum Auftakt sprechen der baden-württembergische Kulturstaatssekretär Arne Braun sowie Jacob Bilabel, Leiter der Green Culture Anlaufstelle und ordnen die Bedeutung des bundeseinheitlichen CO₂-Kulturstandards für den Kultursektor ein.
Im Rahmen des Webinars wird erstmalig die Änderungen beim weiterentwickelten CO₂-Kulturstandard und der neue CO₂-Kulturrechner 2026 präsentiert, der Kultureinrichtungen dabei unterstützen soll, ihre Treibhausgasemissionen systematisch zu erfassen und zu reduzieren. Vorgestellt wird das Instrument von Tessa Kazmeier, der Referentin Green Culture beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Zudem steht Georg Smolka, dem Entwickler des CO₂-Kulturrechners bei KlimAktiv für Fragen und Austausch bereit.
Für alle Kulturschaffenden, die in einer Kultureinrichtung tätig sind und die Klimabilanzierung verstehen und anwenden möchten. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an Menschen aus Kunst und Kultur sowie Partner:innen und Interessierte aus Politik, Medien, Kreativbranche, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Eckdaten
Wann: 14:00 Uhr am 17. März 2026
Wo: online per Zoom
Programm
14:00 – 14:05 | Begrüßung Kulturstaatssektretär Arne Braun
14:05 – 14:20 | Beitrag Jacob Sylvester Bilabel, Leitung Green Culture Anlaufstelle
14:20 – 14:30 | Vorstellung über die Weiterentwicklung des CO2-Kulturstandards von Tessa Kazmeier, Referentin Green Culture beim MWK
14:30 – 15:00 | Fragen und Austausch zusammen mit Georg Smolka, Entwickler des CO2-Kulturrechners von KlimAktiv
Anmeldung
Melden Sie sich jetzt für das kostenlose Format vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg an.
“Der CO₂-Kulturstandard ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen und wurde im Oktober 2023 im Rahmen des 19. Kulturpolitischen Spitzengesprächs eingeführt, um Kultureinrichtungen aller Sparten eine fachlich fundierte und bundesweit einheitliche Grundlage für die CO₂-Bilanzierung zu bieten. Der begleitende CO₂-Kulturrechner ermöglicht zusammen mit der Anleitung eine kostenfreie, niedrigschwellige Anwendung des Standards in der Praxis.
Zusätzlich wurden von Baden-Württemberg weitere Analyse- und Hilfstools wie der Zeitreihenvergleich und der sogenannte DistanzChecker entwickelt, der zum großflächigen Erfassen von Entfernungen dient. Der Standard hilft zudem dabei, bundesgesetzliche Vorgaben, die beispielsweise im Energieeffizienzgesetz verankert sind, umzusetzen.
Die Version 1.1 baut auf den bisherigen Anwendungserfahrungen auf und entwickelt den Standard gezielt weiter. Ziel ist es, die Bilanzierung weiter zu präzisieren und gleichzeitig die bewährte Praktikabilität und Vergleichbarkeit zu erhalten.” (Auszug aus der Pressemitteilung der Kulturministerkonferenz)
Die Expertinnen- und Expertengruppe am 14. Mai 2025 setzte sich aus folgenden Organisationen und Mitgliedern zusammen:
„Wer Klimaschutz wirksam voranbringen will, muss zuerst wissen, wo Emissionen entstehen. Genau hier setzt der CO2-Kulturrechner an: Er unterstützt Kultureinrichtungen bundesweit dabei, ihren CO2-Ausstoß systematisch zu erfassen und zu analysieren. Das ist die Grundlage, um Emissionen zu senken! Den Standard und den Rechner haben wir gemeinsam mit vielen Beteiligten weiterentwickelt. Damit stärken wir die Rolle der Kultur im Klimaschutz.“
Über die Erweiterung des Version 1.1. des CO₂-Kulturstandards
Mit der neuen Version wurden mehrere Bereiche des CO₂-Kulturrechners inhaltlich erweitert und praxisnah ergänzt:
Im Bereich Strom kann neben dem bisherigen Marktansatz nun auch der Vertragsansatz ausgewiesen werden. Dadurch ist eine differenziertere und transparentere Bilanzierung des bezogenen Stroms möglich.
Auch im Bereich Mobilität gibt es wichtige Neuerungen: Für PKW-Fahrten kann jetzt die Auslastung der Fahrzeuge angegeben sowie zwischen elektrischem Antrieb und Verbrennungsmotor unterschieden werden. Bei Flugreisen ist zusätzlich eine Differenzierung nach Sitzklassen möglich. Darüber hinaus können nun auch Nicht-CO₂-Effekte von Flügen berücksichtigt und ausgewiesen werden, um die Klimawirkung realistischer abzubilden.
Ergänzt wurden außerdem Eingabemöglichkeiten zu mobilem Arbeiten sowie zu Übernachtungen in Privatwohnungen, um auch diese Bereiche angemessen in die Bilanz einzubeziehen.
Im Bereich der relevanten Stoffströme wurde die Kategorie Sonder- und Gefahrenabfälle neu aufgenommen. Damit wird die Abfallbilanzierung weiter vervollständigt.
Für die Ermittlung der Anzahl der Mitarbeitenden einer Einrichtung ist der Jahresdurchschnitt zugrunde zu legen. Maßgeblich ist also die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten über das gesamte Berichtsjahr hinweg.
Insgesamt sorgen die Erweiterungen für eine genauere, differenziertere und praxisnähere Erfassung von Emissionen im Kulturbereich.
Möglichkeit zur Angabe der Auslastung bei PKWs; Themenbereiche: Geschäftsreisen, Pendeln der Mitarbeitenden, Externe, Anreise Besuchende
Möglichkeit der Differenzierung von PKW in „PKW (elektrisch)“ und „PKW (Verbrennungsmotor)“; Themenbereiche: Geschäftsreisen, Pendeln der Mitarbeitenden, Externe, Anreise Besuchende
Möglichkeit der Differenzierung in Sitzklassen bei Flugreisen; Themenbereiche: Geschäftsreisen, Externe, Anreise Besuchende
Möglichkeit zur Erfassung der Emissionen durch „mobiles Arbeiten“; Themenbereich: Pendeln der Mitarbeitenden
Möglichkeit zur Erfassung der Emissionen durch Übernachtungen in Privatwohnungen; Themenbereiche: Geschäftsreisen, Externe
Separate Ausweisung der Nicht-CO2-Effekte durch Flugreisen; Ergebnis – Ausweisung nach Scopes
Ausweisung der Ergebnisse nach Netzansatz (location-based) und Vertragsansatz (market-based); Themenbereich: Strom
Möglichkeit zur Erfassung der Emissionen durch Sonder- und Gefahrenabfälle; Themenbereich: Relevante Stoffströme
Zur Ermittlung der Anzahl der Mitarbeitenden der Einrichtung ist die Anzahl der Mitarbeitenden im Jahresdurchschnitt heranzuziehen; Ergebnis – Kennzahl „Treibhausgasemissionen je Mitarbeitenden“
Sie wollen mehr zur Klimabilanzierung in Kultureinrichtungen erfahren?
Dann schauen Sie gerne unsere Perspektive zur Klimabilanzierung an. Dort finden Sie neben einer Einführung wie Klimabilanzen erstellt werden und warum sie für Kultureinrichtungen sinnvoll sind auch weitere Einblicke aus der Praxis.