Kultur als Zukunftsziel in der UN‑Nachhaltigkeitsagenda nach 2030
Kurzbeschreibung
Warum brauchen wir ein eigenes SDG für Kultur? Wo stehen wir im Prozess? Die Session erläutert aktuelle Debatten auf globaler Ebene zu einem möglichen Kulturziel in der UN‑Nachhaltigkeitsagenda nach 2030. Nach einem kurzen Kick‑off der Deutschen UNESCO‑Kommission folgt eine offene Diskussion.
Beschreibung
Schon die Abschlusserklärung der UNESCO‑Weltkulturkonferenz MONDIACULT 2022 enthielt den Konsens der UNESCO‑Mitgliedstaaten zur Bedeutung von Kultur für nachhaltige Entwicklung. Ebenso enthielt sie den Konsens, Kultur in der (voraussichtlichen) UN‑Nachhaltigkeitsagenda nach 2030 erkennbarer und systematischer zu verankern. Erstmals wurde zwischenstaatlich auch die Möglichkeit eines eigenständigen Kulturziels diskutiert. Bei der Weltkonferenz MONDIACULT 2025 wurde die Diskussion fortgeführt. Es liegen hierzu inzwischen umfangreiche, detaillierte und konkrete Vorschläge und Analysen vor, von Kulturverbänden und der UNESCO, insbesondere der UNESCO‑Weltbericht „Culture: The Missing SDG“ (2025). Niemand bezweifelt heute die Bedeutung von Kultur für Nachhaltigkeit. Dies aber verbindlich festzuschreiben ist auf globaler Ebene eine Aufgabe, die von der Kulturpolitik alleine nicht bewältigt werden kann.
Neben solchen politischen Rahmenbedingungen, unter denen sich Kultur und Nachhaltigkeit optimal befruchten können, braucht es auch neue Ansätze auf anderen Ebenen. Die Initiative Fair Culture der Deutschen UNESCO‑Kommission (DUK) thematisiert faire Arbeitsbedingungen und angemessene Vergütung nach dem Modell von Fairtrade.
Nach einem Input von Dr. Lutz Möller, stellvertretender Generalsekretär der DUK, ist die Session als offene Diskussion über ein mögliches Kulturziel in einer künftigen UN‑Nachhaltigkeitsagenda und über faire Arbeitsbedingungen im Kultursektor weltweit angelegt.
