Material-Kreisläufe an Kunsthochschulen

Kurzbeschreibung

An Kunsthochschulen spielen Materialströme eine bedeutende Rolle, um den Betrieb ressourcenschonender zu gestalten. Zwischen Prototypen, Installationen und Ausstellungen entstehen große Materialmengen – problematisch und zugleich eine Chance für zirkuläre Lösungen und deren Integration in die Lehre.

Beschreibung

Kunst­hoch­schu­len sind Orte inten­si­ver mate­ri­el­ler Pro­duk­ti­on und ste­hen damit vor einer beson­de­ren Her­aus­for­de­rung im Kon­text nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung. Semes­ter für Semes­ter ent­ste­hen Pro­to­ty­pen, Model­le, Instal­la­tio­nen und Aus­stel­lun­gen, die oft nur tem­po­rär genutzt wer­den und anschlie­ßend als Abfall enden. Die dabei ent­ste­hen­den Mate­ri­al­strö­me sind ins­be­son­de­re öko­lo­gisch pro­ble­ma­tisch.
Gleich­zei­tig ver­langt die Kom­ple­xi­tät unse­rer Zeit nach neu­en Bil­dern der Welt und nach einem ver­än­der­ten Umgang mit Res­sour­cen. Gera­de krea­ti­ve Dis­zi­pli­nen haben das Poten­zi­al, die­se Trans­for­ma­ti­on aktiv mit­zu­ge­stal­ten.
Im Fokus ste­hen Ansät­ze für eine ganz­heit­li­che Neu­aus­rich­tung: von Auf­ga­ben­stel­lun­gen in der Leh­re über Mate­ri­al­be­schaf­fung und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se bis hin zu Aus­stel­lun­gen und Rück­bau. Zir­ku­lä­res Den­ken, Mate­ri­al­kom­pe­tenz sowie Stra­te­gien zur Wie­der­ver­wen­dung und Kreis­lauf­fä­hig­keit bil­den zen­tra­le Bau­stei­ne.
Dar­über hin­aus wird die Rol­le von Hoch­schu­len als Akteu­rin­nen der öko­lo­gisch-sozia­len Trans­for­ma­ti­on sicht­bar – mit Ver­ant­wor­tung in Leh­re, For­schung, Gover­nan­ce und Trans­fer. Kunst­hoch­schu­len kön­nen so zu Labo­ren für neue Prak­ti­ken wer­den, die weit über den Cam­pus hin­aus wir­ken.

Kreisläufe
Pitch
10.Jun 2026
11:30 - 11:50
Sonnendeck