Die Kunst des Endens – Kultur, Trauer & gesellschaftlicher Wandel
Kurzbeschreibung
"Ohne Ende kein Anfang. Ohne Abschied kein Weitergehen. Was brauchen Individuen und Gesellschaften, um loslassen zu können? Welche Rolle spielt Kultur dabei?"
Beschreibung
Abschied ist keine private Ausnahmeerfahrung, sondern eine zentrale Fähigkeit – für jeden Einzelnen und für Gesellschaften insgesamt. Trotzdem fehlt oft genau das, was es dafür braucht: gemeinsame Formen, Sprache und Räume, um mit Verlust, Veränderung und Übergängen umzugehen.
Das Podiumsgespräch stellt die Frage, warum uns das Verabschieden so schwerfällt – und welche Rolle Kultur dabei spielt. Kann sie Halt geben, Orientierung schaffen, Übergänge sichtbar machen? Oder ist sie selbst Teil des Problems, weil viele Rituale und öffentliche Formen verloren gegangen sind oder nicht mehr tragen?
Ausgehend von konkreten Erfahrungen aus der Arbeit mit Sterbenden und Trauernden treffen hier unterschiedliche Perspektiven aufeinander: praktische, kulturelle und gesellschaftliche. Im Austausch wird sichtbar, was Menschen tatsächlich brauchen, um loslassen zu können – und welche Strukturen heute oft fehlen.
Im Zentrum steht die Frage, wie Kultur wieder zu einem Ort werden kann, der Abschiede ermöglicht, statt sie zu verdrängen.
