Amt für Lassen und Loslassen

Kurzbeschreibung

Das Amt für Lassen und Loslassen (ALL) bietet Raum und Begleitung für den Umgang mit (drohenden) Verlusten aber auch für das Loslassen von Unzeitgemäßem oder längst Überfälligem.
Wir sind beide Tage während des ganzen Aktivprogramms im Garten zu finden!

Beschreibung

Jenes Fort­schritts­ver­spre­chen, das vie­len Gene­ra­tio­nen zuneh­men­den (mate­ri­el­len) Wohl­stand ver­sprach, ist an sein Ende gekom­men. Der Sozio­lo­ge A. Reck­witz kon­sta­tiert in einer Ana­ly­se der Spät­mo­der­ne über unse­re Zukunft: ‚Wir wer­den Ver­lus­te erlit­ten haben.‘ Auch aus der Sicht einer drin­gend nöti­gen Nach­hal­tig­keits­trans­for­ma­ti­on ist klar: Wir wer­den uns von Din­gen lösen und ver­ab­schie­den müs­sen – sei­en dies mate­ri­el­le Din­ge, lieb­ge­won­ne­ne Über­zeu­gun­gen oder schlicht kul­tu­rell ein­ge­üb­te Pra­xen und Gewohn­hei­ten. Das bedeu­tet, wir tun gut dar­an, uns im Los­las­sen zu üben. Dabei ist der Umgang mit Las­sen und Los­las­sen unse­rer moder­nen Kul­tur und Gesell­schaft, die auf Fort­schritt, Kon­sum, Wachs­tum und ein linea­res ‚Mehr‘ aus­ge­rich­tet sind, weit­ge­hend fremd, viel­fach tabui­siert oder zumin­dest kaum geübt.
Des­halb rufen wir tem­po­rär, für die Dau­er des Green Cul­tu­re Fes­ti­vals 2026, das „Amt für Las­sen und Los­las­sen“ aus, rücken die­ses Zukunfts­the­ma ins öffent­li­che Bewusst­sein und erhe­ben es zur staat­li­chen Auf­ga­be. Auf die­sem Amt – das als Ein­rich­tung des Bun­tes­mi­nis­te­ri­ums für Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, Spi­ri­tua­li­tät und Reso­nanz erfri­schend anders ist – kann man wäh­rend des Fes­ti­vals den Umgang mit (dro­hen­den) Ver­lus­ten aber auch das Los­las­sen von Unzeit­ge­mä­ßem oder längst Über­fäl­li­gem auf dem Weg in eine nach­hal­ti­ge Zukunft anzei­gen, reflek­tie­ren, üben, bekommt Beglei­tung und auf Wunsch auch eine offi­zi­el­le Beschei­ni­gung.