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Klimafolgenanpassung


Bei der Per­spek­ti­ve im April 2026 dreh­te sich alles um Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung. Das The­ma wird für Kul­tur­ein­rich­tun­gen immer prä­sen­ter – doch was gehört alles dazu?

Wel­chen Risi­ken sind Kul­tur­ein­rich­tun­gen bei fort­schrei­ten­dem Kli­ma­wan­del in Deutsch­land aus­ge­setzt? Wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, sich dar­auf vor­zu­be­rei­ten und einen vor­aus­schau­en­den Umgang mit z. B. Extrem­wet­ter­er­eig­nis­sen zu fin­den? Und von wel­chen Bei­spie­len kön­nen wir für ver­schie­de­ne Anpas­sungs­be­dar­fe ler­nen?

Perspektiven-Auftakt

Im Auf­takt spra­chen wir dar­über, wel­che Kli­ma­ri­si­ken in Deutsch­land rele­vant sind, was Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung für Kul­tur­ein­rich­tun­gen bedeu­tet und was es in der Umset­zung von Maß­nah­men zu beach­ten gibt. In dem Rah­men wur­den Erkennt­ni­se aus dem Pilot­pro­jekt der Kul­tur­stif­tung des Bun­des zur Kli­ma­an­pas­sung in Kul­tur­ein­rich­tun­gen vor­ge­stellt. Dabei wur­den aus­ge­wähl­te Kul­tur­ein­rich­tun­gen mit diver­sen Her­aus­for­de­run­gen rund um Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung bei der Ent­wick­lung von Maß­nah­men beglei­tet.

Einführung in die Klimafolgenanpassung

von Dr. Tobias Kemper, Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen

Dr. Tobi­as Kem­per ist ist Raum­pla­ner mit der Spe­zia­li­sie­rung auf Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung. Zu sei­nen Schwer­punk­ten gehö­ren die kli­ma­re­si­li­en­te Stadt­ge­stal­tung sowie die Akteurs­an­spra­che und ‑betei­li­gung in Kli­ma­an­pas­sungs­pro­zes­sen. Von 2016 – 2021 war er als Kli­ma­an­pas­sungs­netz­wer­ker bei der Ener­gie­agen­tur NRW und seit 2022 ist er als Mit­ar­bei­ter im Fach­zen­trum Kli­ma NRW im Lan­des­amt für Natur, Umwelt und Kli­ma Nord­rhein-West­fa­len tätig. Im Team „Kli­ma­at­las und Kom­mu­nal­be­ra­tung Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung“ berät er Kom­mu­nen und ver­ant­wor­tet die Fach­kom­mu­ni­ka­ti­on zum Kli­ma­at­las NRW.

In sei­nem Vor­trag führt er in den Begriff der Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung ein und ord­net aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in Deutsch­land ein. Er stellt dar, wie sich Kli­ma­fol­gen bereits heu­te auf Kul­tur­ein­rich­tun­gen aus­wir­ken, wie dage­gen vor­ge­gan­gen wer­den kann und wel­che Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten es gibt, um Maß­nah­men umzu­set­zen.

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Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Klimaanpassung in Kultureinrichtungen

von Dr. Sebastian Brünger, Kulturstiftung des Bundes

Dr. Sebas­ti­an Brün­ger ist wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter der Kul­tur­stif­tung des Bun­des mit dem Schwer­punkt „Nach­hal­tig­keit und Kli­ma“. Auf­bau­end auf sei­ner Erfah­rung als Regie­as­sis­tent an deut­schen Stadt­thea­tern und Dra­ma­turg im Thea­ter­kol­lek­tiv Rimi­ni Pro­to­koll, ist er seit 2016 bei der Kul­tur­stif­tung des Bun­des tätig. Dort lei­te­te er von 2016 bis 2021 das För­der­pro­gramm “Dop­pel­pass” und ent­wi­ckelt seit­dem neue För­der­an­sät­ze wie zuletzt das Pro­gramm “Zero – kli­ma­neu­tra­le Kunst- und Kul­tur­pro­jek­te” oder das Pilot­pro­jekt “Kli­ma­an­pas­sung in Kul­tur­ein­rich­tun­gen”.

In sei­nem Vor­trag stellt er das Pilot­pro­jekt zur Kli­ma­an­pas­sung vor, zeigt den Ver­lauf des Pro­jekts auf und tei­le Erkennt­nis­se aus der wis­sen­schaft­li­chen Beglei­tung des Pro­jekts sowie Ergeb­nis­se von ein­zel­nen betei­lig­ten Kul­tur­ein­rich­tun­gen. Alle Details zum Pro­jekt und den Kli­ma­an­pas­sungs­maß­nah­men der 20 Kul­tur­ein­rich­tun­gen gibt es in der Doku­men­ta­ti­on der Kul­tur­stif­tung.

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Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

Perspektiven-Bühne


Auf­bau­end auf dem Auf­takt zeig­ten vier Referent:innen anhand von aktu­el­len Bei­spie­len, wie Kulturakteur:innen und ‑ein­rich­tun­gen ganz prak­tisch mit den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels umge­hen z. B. gegen­über der Zunah­me von extre­men Wet­ter­ereig­nis­sen. Mit Per­spek­ti­ven aus Thea­ter, Muse­um, Out­door-Fes­ti­val und Park­an­la­gen einer Welt­erbe­stät­te schau­ten wir auf ver­schie­de­ne Ebe­nen und Her­an­ge­hens­wei­sen der Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung.

Open Air Musikfestival – Prävention und Schutz vor Extremwetter

mit Elisa Cominato, Orange Blossom Special Festival

Eli­sa Comi­na­to ist Kul­tur­ma­na­ge­rin und arbei­tet seit 2004 in ver­schie­de­nen Berei­chen der Bran­che. Seit 2021 ist sie IHK-zer­ti­fi­zier­te Trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ge­rin für nach­hal­ti­ge Kul­tur und unter­stützt in die­sem Kon­text neben­be­ruf­lich meh­re­re Orga­ni­sa­tio­nen und Pro­jek­te, u.a. das Oran­ge Blos­som Spe­cial Fes­ti­valZUKUNFT FEIERN! sowie Per­forming for Future. Haupt­be­ruf­lich ist sie aktu­ell Refe­ren­tin der Geschäfts­füh­rung bei der Lan­des­gar­ten­schau Neuss 2026 und betreut Son­der­pro­jek­te für das sechs­mo­na­ti­ge Gro­ße­vent. 

Im Vor­trag beleuch­tet sie die Her­aus­for­de­run­gen für das Oran­ge Blos­som Spe­cial, ein jähr­li­ches Out­door Musik­fes­ti­val in Bever­un­gen (NRW), wel­ches 2024 den HELGA!-Festivalaward „Grüns­te Wie­se“ für sei­ne Maß­nah­men zur öko­lo­gi­schen Nach­hal­tig­keit erhal­ten hat. Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung betrifft hier vor allem den Umgang mit Extrem­wet­ter – Stark­re­gen, Sturm und Hit­ze – und wie dies vor und hin­ter der Büh­ne mit­ge­dacht wird.

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Nationaltheater Mannheim: Denkmalgerechte Neugestaltung des Goetheplatz

mit Detlef Grooß (Vertretung für Nele Haller), Nationaltheater Mannheim

Det­lef Grooß ist Brat­schist, seit eini­gen Jah­ren Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­ter am Natio­nal­thea­ter Mann­heim und Vor­stands­vor­sit­zen­der im Orches­ter des Wan­dels e. V. Als zer­ti­fi­zier­ter “Trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ger nach­hal­ti­ge Kul­tur” hat er ver­schie­dens­te Ver­än­de­run­gen ansto­ßen und Erfol­ge am Natio­nal­thea­ter Mann­heim fei­ern kön­nen, wie die Instal­la­ti­on einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach, mehr Akzep­tanz des The­mas in der Stadt und die Eta­blie­rung von Kul­tur­for­ma­ten zum The­ma, u. a. die Kli­ma­kon­zer­te.

Im Rah­men des Pilot­pro­jekts Kli­ma­an­pas­sung der Kul­tur­stif­tung des Bun­des war er an der kli­ma­re­si­li­en­ten Neu­ge­stal­tung des Geo­the­plat­zes direkt vorm Thea­ter betei­ligt und berich­tet von dem Pro­zess und den kon­kre­ten Maß­nah­men, die mit dem Ber­li­ner Büro Raum­la­bor ent­wi­ckelt wur­den und bis 2028 umge­setzt wer­den. Rück­fra­gen zur Gene­ral­sa­nie­rung am Natio­nal­thea­ter kön­nen ger­ne an Nele Hal­ler gestellt wer­den.

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Welterbe erhalten: Anpassung historischer Gärten in einer Welterbestätte

von Andreas Pahl, Klassik Stiftung Weimar

Andre­as Pahl ist Dipl.-Ing. (FH) der Lan­des­pfle­ge und Gar­ten­re­fe­rent bei der Klas­sik Stif­tung Wei­mar. Er ist aus­ge­bil­de­ter Gärt­ner und war nach dem Stu­di­um und einer frei­en Mit­ar­beit beim Lan­des­denk­mal­amt Ber­lin zunächst bei der Stif­tung Preu­ßi­sche Schlös­ser und Gär­ten als Fach­be­reichs­lei­ter, dann als Park­lei­ter bei der Stif­tung Fürst Pück­ler Muse­um Park und Schloss Bra­nitz beschäf­tigt. Seit 2008 arbei­tet er in der Gar­ten­ab­tei­lung der Klas­sik Stif­tung Wei­mar.

Er berich­tet von der Her­aus­for­de­rung der kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen für his­to­ri­sche Gär­ten – kon­kret in einer Anla­ge, die als Welt­erbe­stät­te aner­kannt ist. Dabei wer­den Lösungs­an­sät­ze her­aus­ge­stellt, die von einem Umden­ken in der Gar­ten­pfle­ge bis hin zur Pflan­zung von Ersatz­baum­ar­ten und neu­en Was­ser­ma­nage­ment­kon­zep­ten rei­chen.

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Low Energy Klimatechnik: Anpassung im Depot und Museum

von Cord Brune, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen Bayern

Cord Bru­ne ist Diplom-Restau­ra­tor und Exper­te für Prä­ven­ti­ve Kon­ser­vie­rung. Die Schwer­punk­te sei­ner Tätig­keit lie­gen in den Berei­chen Lage­rung und Aus­stel­lung von Samm­lungs­be­stän­den, Kli­ma, Licht, Depot­pla­nung, Umzü­ge, Ver­pa­ckung, Trans­port und Schäd­lings­mo­ni­to­ring. Seit 2012 lehrt er als Dozent in ent­spre­chen­den Fort­bil­dun­gen und ist zudem als frei­be­ruf­li­cher Fach­be­ra­ter für Samm­lungs­pfle­ge und Depots aktiv. Bei der Lan­des­stel­le für die nicht­staat­li­chen Muse­en in Bay­ern arbei­tet er seit 2023 zu Low-Ener­gy-Kon­zep­ten für Muse­en.

In sei­nem Vor­trag geht er auf Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung im musea­len Kon­text ein und zeigt auf, wel­che Abwän­gun­gen zwi­schen Maß­nah­men für Kli­ma­schutz und Maß­nah­men der Anpas­sung getrof­fen wer­den müs­sen. Er stellt bei­spiel­haft Ansät­ze mit nied­ri­gem Auf­wand bzw. gerin­gem Ener­gie­ver­brauch vor, die dazu bei­tra­gen, Aus­stel­lungs- und Archiv­ob­jek­te vor kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen zu schüt­zen.

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