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Offene Sprechstunde: Rechtssichere Materialvergabe Vol.2

16. Januar 2026

“Wie kann ich den Rest­wert bewer­ten (Buch­wert vs. Markt­wert) und wel­chen Wert muss ich bei Wei­ter­ga­be berück­sich­ti­gen?“

Am 14. Janu­ar 2026 fand unse­re digi­ta­le Offe­ne Sprech­stun­de „rechts­si­che­re Mate­ri­al­wei­ter­ga­be Vol. 2“ statt. Mit 60 Teil­neh­men­den sind wir in einen fokus­sier­ten, pra­xis­na­hen Aus­tausch gegan­gen und konn­ten gemein­sam mit Dr. Andrea Hen­sel (Refe­rat Stra­te­gi­sche Kul­tur­po­li­tik der Stadt Leip­zig) und Dr. Phil­ipp Schiff­mann (Unver­zagt Rechts­an­wäl­te) auf vie­le Fra­gen und Details ein­ge­hen. Schon im Vor­feld zeig­te sich der kon­kre­te Bedarf: „Was muss beach­tet wer­den beim Ver­kauf auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne?“, „Kön­nen wir den Markt­wert dadurch ermit­teln, dass wir etwas im Rah­men einer Auk­ti­on ver­kau­fen?“ oder „Wie kann ich den Rest­wert bewer­ten (Buch­wert vs. Markt­wert) – und wel­chen Wert muss ich berück­sich­ti­gen?“.

„Haus­halts­recht in Ein­klang mit Kunst bekom­men“

Deut­lich wur­de: Mate­ri­al­wei­ter­ga­be ist längst Kon­sens in der Kul­tur­sze­ne – aber die recht­li­che Ein­ord­nung hält oft nicht Schritt mit dem Tem­po der Pra­xis. Vie­le Fra­gen dre­hen sich um Haf­tung und Zustän­dig­kei­ten, um siche­re Doku­men­ta­ti­on („Gibt es ein Mus­ter für ein Doku­ment, mit dem man die Abga­be von Gegen­stän­den doku­men­tie­ren kann?“) und um den Umgang mit Ziel­kon­flik­ten, wenn Kreis­lauf­wirt­schaft auf Haus­halts­lo­gi­ken trifft („Haus­halts­recht in Ein­klang mit Kunst zu bekom­men“).

Genau hier setzt das For­mat an: Es schafft Ori­en­tie­rung, bevor Unsi­cher­heit zur Blo­cka­de wird.

„Es kommt dar­auf an …“

Als zen­tra­le Grund­la­ge dien­te die recht­li­che Check­lis­te zur (kos­ten­frei­en) Wei­ter­ga­be von Mate­ri­al, als Ori­en­tie­rungs­hil­fe, um Risi­ken zu iden­ti­fi­zie­ren und die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len. Zen­tra­ler Punkt: Wäh­rend Haus­halts­recht in Deutsch­land Lan­des­sa­che ist, sind ande­re Rechts­ge­bie­te in der Regel brei­ter über­trag­bar. Den­noch gilt immer wie­der: „Es kommt dar­auf an …“. Beson­ders inten­siv dis­ku­tier­ten wir die Bestim­mung des Markt­werts sowie die Fra­ge, wie Über­ga­ben recht­lich sau­ber orga­ni­siert wer­den kön­nen.

Wir hal­ten fest: Die Sprech­stun­de hat gezeigt, wie groß der Bedarf nach kon­kre­ten, in der Pra­xis anwend­ba­ren Lösun­gen ist und dass das recht­li­che Neu­land für Kul­tu­rakeu­te­re zuneh­mend begeh­bar wird.

Wie geht es wei­ter? Aus dem Leip­zi­ger Pilot­pro­jekt wur­de ange­kün­digt, die Inhal­te in eine umfas­sen­de Ent­schei­dungs­ma­trix zu über­füh­ren und dar­aus ein nut­zungs­freund­li­ches Tool zu ent­wi­ckeln; außer­dem wer­den Vertragsentwürfe/Templates erar­bei­tet und zur Ver­fü­gung gestellt. Wir freu­en uns über Rück­mel­dun­gen zur Check­lis­te und wer­den auch in der Zukunft die­ses span­nen­de The­men­feld wei­ter ver­tie­fen.

Für wei­te­re Infos ger­ne unse­ren News­let­ter abon­nie­ren und über die nächs­te Offe­ne Sprech­stun­de infor­miert blei­ben.

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