Im Rahmen unseres Formats „Dialoge“ waren wir am 24. Februar 2026 zu Gast im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz in Mainz. Im Mittelpunkt des einstündigen Austauschs zwischen Lucas Zimmermann und Dorothée Rhiemeier stand die Frage, wie sich die ökologische Transformation im Kulturbereich des Landes seit der ersten Landeskulturkonferenz weiterentwickelt hat, welche konkreten Maßnahmen angestoßen wurden und wo weiterhin Hürden bestehen.
+12 % in 2025, +14 % in 2026: Kulturetat deutlich erhöht
Ein zentraler Gesprächspunkt war die finanzielle Rahmensetzung. Laut dem veröffentlichten Kulturförderbericht Rheinland-Pfalz 2023/2024 wurden die Mittel des Kulturministeriums im aktuellen Doppelhaushalt deutlich angehoben. +12 % für 2025 und +14 % für 2026. In der laufenden Legislaturperiode entspricht das insgesamt einer Steigerung von rund 28 % der Kulturmittel. Diese Mittel bilden die Grundlage für strukturelle Entwicklung, Transformation und Stabilisierung der freien Szene ebenso wie der institutionellen Kultur.
Konkrete Umsetzung nach der 1. Landeskulturkonferenz
Ein zweiter Schwerpunkt war die Umsetzung der 1. Landeskulturkonferenz Rheinland-Pfalz (Oktober 2024), die sich explizit mit Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur befasste. Aus diesem Prozess ist unter anderem die landesweite Fortbildungsreihe „Nachhaltigkeitsmanagement in Kultureinrichtungen“ hervorgegangen. Im Gespräch wurde zudem deutlich, dass die Weiterbildung auch als Ausgangspunkt für einen stärkeren landesweiten Austausch im Kulturbereich verstanden wird. Ergebnisse und Evaluationen werden im 2. Quartal 2026 erwartet.
5,45 Milliarden Euro Sondervermögen: Investitionsrahmen für Klima und Infrastruktur
Ein weiterer Themenblock betraf die infrastrukturelle Perspektive. Mit dem vom Landtag beschlossenen Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur steht ein Investitionsrahmen von rund 5,45 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Sondervermögen adressiert zentrale Zukunftsfelder wie Klima, Energie und Infrastruktur. Im Gespräch ging es konkret um die Frage, wie Kultureinrichtungen perspektivisch von Investitionen in energetische Modernisierung und nachhaltige Infrastruktur profitieren können.
Aktuelle Informationen zu Förderlinien, Nachhaltigkeitsaktivitäten und Kulturprogrammen werden über die offiziellen Webauftritte des Ministeriums sowie über das Landesportal Kulturland Rheinland-Pfalz bereitgestellt. Für die Green Culture Anlaufstelle war das Treffen eine sachliche Standortbestimmung: Welche Instrumente existieren bereits? Wo sind strukturelle Hebel angelegt? Und wo können wir anknüpfen?
Wir danken für den offenen Austausch und freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs.
